Einmal im Jahr veröffentlicht die WirtschaftsWoche ihr Städteranking. In diesem Ranking werden 71 Kommunen im Hinblick auf Wirtschaftskraft, Dynamik, Nachhaltigkeit und andere Kriterien untersucht. Wenn man Halle in den vergangenen Jahren in diesem Ranking finden wollte, musste man weit nach hinten Blättern. Im diesjährigen Ranking ändert sich das.

Mit einem klaren Plan von Platz 42 auf Platz 18

Die Stadt Halle macht in diesem Jahr im Städteranking eine ausgesprochen gute Figur. In der Kategorie “Wirtschaftliche Dynamik” schafft sie den größten Sprung und verbessert sich um 24 Plätze auf Platz 18. Geht man mit offenen Augen durch die Stadt, dann ist die Entwicklung zumindest für Hallenserinnen und Hallenser nicht gänzlich überraschend. Der Technologiepark Weinberg Campus boomt, im Industriegebiet Star Park werden auch die letzten freien Flächen bebaut und auch an vielen anderen Orten in der Stadt ist spürbar, dass sich trotz Pandemie einiges bewegt.

Die Ursache der guten Entwicklung der Stadt liegt darin, dass die Stadt einen klaren Plan verfolgt. Im Jahr 2014 hat der Stadtrat auf Initiative der SPD-Fraktion, der Fraktion Die Linke sowie der CDU/FDP-Fraktion die Erarbeitung eines Wirtschaftskonzeptes beschlossen. In einem mehrmonatigen Prozess hat die Stadtverwaltung daraufhin mit dem Stadtrat, den kommunalen Unternehmen aber auch vielen Expertinnen und Experten ein Konzept erarbeitet, dass Schwerpunkte festlegt, Ziele formuliert und Zuständigkeiten klärt. Nachdem das Konzept intensiv beraten wurde, wurde es im Mai 2016 verabschiedet – und ab diesem Tag mit Leben gefüllt.

Kein Grund zum Ausruhen

Die wesentlichen Ziele des Wirtschaftskonzeptes sind heute erfüllt. Neue Unternehmen siedeln sich an und entscheiden sich damit bewusst für den Standort Halle. Bestehende Unternehmen entscheiden sich zunehmend für Unternehmenserweiterungen oder ziehen innerhalb der Stadt an neue, größere Standorte. Durch die Nähe zur Universität und den außeruniversitären Forschungseinrichtungen steigt der Zahl der Gründungen und eine Vielzahl von Zukunftstechnologien wird in Halle weiterentwickelt. Diese Entwicklungen der letzten fünf Jahre sind nicht nur gut für Unternehmen, sie sorgen auch dafür, dass in der Stadt eine Vielzahl neuer Arbeitsplätze entstanden ist.

Auch, wenn sich der das Erreichen dieser 2016 gesteckten Ziele nun im Städteranking widerspiegelt, ist das noch kein Grund, sich auf dem Erreichten auszuruhen. Die Herausforderungen für die Wirtschaftspolitik unserer Stadt sind heute andere als vor fünf Jahren. Wie wir mit den Folgen der Corona-Pandemie umgehen und neue Fachkräfte für die Unternehmen in unserer Stadt finden, sind dabei nur zwei wichtige Fragestellungen. Den aktuellen Erfolg sollten wir daher vor allem als Bestätigung sehen, um unseren Plan für die Wirtschaftspolitik zügig weiterzuentwickeln und so sicherzustellen, dass sich Halle im Ranking der WirtschaftsWoche auf Dauer in den Spitzenplätzen festsetzt.